Vereinsausfahrt 2010 nach Bayern ins Altmühltal
26. / 27. Juni 2010

Am Morgen des 26. Juni trafen sich 28 WCV-ler zur Vereinsausfahrt 2010. Das Reiseziel lag in Bayern im Großraum des Altmühltales. Die erste Überraschung des Tages gab es gleich beim Eintreffen des Reisebusses. Aus Krankheitsgründen erschien ein Bus eines anderen Reiseunternehmens. Beide Michas waren also nicht mit von der Partie. Denn unser bisheriger "Stammbusfahrer" Michael war krank und unser Michael M. hatte am Vorabend der Abreise noch kurzfristig abgesagt. Auch sonst war die Beteiligung bei dieser Ausfahrt im Gegensatz zu vergangenen Ausfahrten sehr niedrig. Und das, obwohl mit Katja und Steve zwei neue Teilnehmer erstmals mit dabei waren. Man sollte dies als gutes Zeichen sehen, dass auch die nachrückende Generation genauso viel Interesse am Vereinsleben hat wie das Mittelalter oder die Gründergeneration des WCV. Der Termin der Ausfahrt war wohl etwas unglücklich ausgewählt. Vor allem der Ferienbeginn dürfte hier eine Ursache gewesen sein. Aber es ist auch schwierig, einen Termin zu finden, der allen gerecht wird. Da es ja kaum gelingt, die vielen privaten und persönlichen Termine aller Teilnehmer unter einen Hut zu bekommen.
Doch dies alles lies uns nicht davon abhalten, mit froher Erwartung auf die Reise zu gehen.
Wie immer wurde kurz nach der Abfahrt und der Begrüßung - durch den Busfahrer Lutz vom Busunternehmen DÄHNE - zünftig mit einem Schnäpschen auf das Gelingen der Reise angestoßen. Die Freigabe der ersten Runde erfolgte mit einem kräftigen dreifachen WCV-Helau!
Nach ca. einer Stunde verließen wir für eine erste Rast die Autobahn. Die traditionelle Kost aus Produkten unseres Schlachtfestes wurde bereichert durch eine Palette Eier von Karsten und Andrea. Dies lief unter dem Motto: "Morgens schon an Abend denken".
Von dort ging es weiter an den Großen Brombachsee. Beim Eintreffen an der Anlegestelle kam auch schon der majestätische Trimaran in Richtung Anleger übers Wasser geglitten. Nach dem Einschiffen besetzten die meisten WCV-ler das Sonnendeck. Dort gab es neben reichlich Sonne auch ein wenig Schatten und es ging auch ein laues Lüftchen. Zum Glück gab es auf dem Schiff auch Bier - das wichtigste Mittel gegen die drohende Unterhopfung.
Nächstes Etappenziel war die Sommerrodelbahn in Pleinfeld. Hier konnten die Erwachsenen wieder zu Kindern werden - ohne die Gefahr, groß auf zu fallen. Selbst unser Günter Meinhold machte mit. Allerdings hatte er ein Problem: sein Rodel-Gefährt ließ sich nicht so recht beschleunigen, so dass er im Schritttempo zu Tale fuhr. Daher beließ er es bei der einen Fahrt. Andere hingegen konnten nicht genug von dem Geschwindigkeitsrausch bekommen. Das wichtigste Ergebnis der Benutzung der Sommerrodelbahn war, dass es dieses Mal - im Gegensatz zu früheren Rodelbahnbesuchen - keinerlei Unfälle und Verletzungen gab. Nach einem Mittagessen an der Sommerrodelbahn hieß es wieder: rein in den überhitzten Bus. Gott sei Dank lief bald dessen Klimaanlage.
Kurz darauf war Ellingen erreicht. Dort führte uns der Weg zur ortsansässigen - wie könnte es beim WCV anders sein - Brauerei - der "Fürstlichen Brauerei Ellingen". Spätestens hier wurde so richtig deutlich, dass dies hier in Bayern eigentlich "Freddy's Paradies" ist. Wohin man schaut, alles in Blau-Weiß geflaggt.
Der Besitzer der Brauerei, ein Herr Graf von ..., war leider nicht zugegen. Aber er hatte eine kompetente Vertretung geschickt. Das Wichtigste der Besichtigung war natürlich die Bierverkostung (warum sonst besucht man eine Brauerei?).
In der Brauerei gab es dann ein kleine Überraschung: die Maschinen und Geräte wurden von einer Firma Ziemann geliefert. Und dabei dachten wir, es kann nur einen Ziemann geben. Im Rahmen der Besichtigung gab es eine virtuelle Führung mit 3D-Kino. Wer, wie ich, noch keinen 3D-Film im Kino gesehen hatte, war überrascht von den tollen Effekten. Nach dem Film konnten wir uns dann die Brauerei in Natura betrachten.
Das letzte Etappenziel des Tages war "Gut Wildbad", unser Nacht-Domizil. Nach dem schweißtreibenden Temperaturen des Tages nutzen viele sogleich die angebotenen Freizeitmöglichkeiten, vor allem den Pool im Inneren (das Wasser hatte dort Badewannen-Temperatur) und den Pool im Freien. Da dieser gerade erst neu befüllt wurde, hatte er noch erfrischende 15 Grad Wassertemperatur. Leider war unser Günter M. in den vielen Gängen der Hotelanlage etwas vom Weg abgekommen und hatte sich im Kellerbereich hoffnungslos verlaufen. Aber, er wurde noch rechtzeitig vor der Abendveranstaltung "gerettet".
Pünktlich um 19. 00 Uhr wurden wir durch die "Alt"-Besitzerin der Hotelanlage, Frau Seebauer, mit einem Sektempfang im wunderschön gestalteten Atrium des Hotelgebäudes begrüßt. Sie informierte uns auch kurz über die Geschichte des Hotels, das die Mitgift für einen Spross des Bayerischen Kurfürsten Luipold aus einem erfolgreichen Seitensprung war.
Anschließend begann die eigentliche Abendveranstaltung. Wobei man sagen muss, dass es eigentlich - im Gegensatz zu Veranstaltungen der vergangenen Jahre - mehr ein gemeinsames Abendessen war. Das Problem bestand in der Spaßbremse, die sich Alleinunterhalter nannte. Er konnte weder singen noch hatte er moderne Titel in seinem Repertoire. Sein Auftritt ging auch los, ohne dass er uns begrüßte. Er war also eher so etwas wie ein alter Plattenspieler, bei dem man vergessen hatte, neue Platten aufzulegen und dessen Boxen schon etwas in Mitleidenschaft gezogen sind. Man sollte den künftigen Alleinunterhaltern vielleicht vorher mal sagen, dass wir keine 100 Jahre alt sind und auch diejenigen unter uns, die schon etwas länger beim WCV dabei sind, auch durchaus mit der Musik der heutigen Zeit leben können und wollen.
Doch wir wären keine Karnevalisten, wenn wir uns nicht selbst aus dem Sumpf der schlechten Unterhaltung befreien würden. So gab es Spontanbeiträge von Günter M. und Kathrin. Und natürlich auch Tanzeinlagen, wobei die von Udo und Andreas mit Ihrem Tango, die meisten Lacher erzeugt hat.
Lange nach Mitternacht verzogen sich auch die Letzten auf ihre Zimmer.
Am nächsten Morgen trafen sich die Meisten am Freiluftpool, um gemeinsam mit viel Spaß und Tollerei den neuen Morgen zu begrüßen (weil der WCV-Paparazzi diese Veranstaltung verpennte, gibt es davon leider keine Bilder). Selbst Ilse und Günter begaben sich mit entsprechenden Kommentaren in den Pool.
Auf der anschließenden Fahrt nach Riedenburg zeigten sich bei einigen die Spuren der kurzen Nacht. Es ging deutlich ruhiger zu als am Vortag. In Riedenburg wurde die Freizeit von den Meisten dafür genutzt, um an einem schattigen Platz ein kühles Eis zu genießen. Auf dem Rückweg zum Busparkplatz wurde auch der Outdoor-Fitnesspfad reichlich genutzt.
Das letzte geplante Reiseziel war die Falknershow auf der Rosenburg. Wir saßen dort wie auf einem Präsentierteller in der prallen Sonne. Aber dies tat der Show keinen Abbruch. Bei einem Rundgang vor der eigentlichen Show konnte man die Greifvögel schon einmal vorab bestaunen. Ich wollte es nicht glauben, dass alle diese Tiere nachher fliegen sollten. Der Gedanke war schon etwas unheimlich, dass einem so ein riesiger Geier um die Ohren fliegt.
Los ging die Falknershow mit kleinen Falken. Doch schnell wurden die Vögel immer größer. Beeindruckend war z,B, zu sehen, wie ein Fischadler (oder heißen die Seeadler ??) aus vollem Flug einen Fisch griff und weiter flog. Der Höhepunkt war allerdings ein Adler, der irgendwann zur Halbzeit der Show gestartet war. Gegen Ende sollten wir alle mal nach oben sehen. Unter einer Wolke in ca. 1.000 m Höhe war ein kleiner Fleck zu sehen. Das war der gestartete Adler, der mit reichlich Thermik in so kurzer Zeit diese Höhe erreicht hat. Er erspähte die Lockspeise eines Falkners, stürzte in weniger als einer halben Minute herab und landete zielsicher auf der Hand des Falkners.
Nach dieser Show sollte es eigentlich zurück in Richtung Heimat gehen. Doch genau zu dieser Zeit begann auch das Achtelfinalspiel Deutschland gegen England. Da wollte natürlich keiner im Bus sitzen. Unser Busfahrer hatte deshalb schon vorab in der Gaststätte "Zum Fässl" in Riedenburg Plätze reserviert, so dass wir fast alle (bis auf drei Wandervögel) zum gemeinschaftlichen Fernsehen dort einrücken konnten. Ingo hatte gleich zu Beginn gesagt, dass er (nur) für jedes Tor der Deutschen Mannschaft ein Bier trinken wolle. Das führte dazu, dass er zuerst gar keines bekommen sollte. Die Kellnerin brachte es ihm trotzdem - sozusagen auf Pump. Das Zweite Bier kam dann so schnell hintereinander, dass er mit dem Trinken gar nicht nachkam. Dafür wollte die Kellnerin ihm dieses Bier wieder wegnehmen, als England den Anschlusstreffer erzielte. In der zweiten Halbzeit konnte er im Zuge der beiden "Müllertore" das Bier nur noch verschenken, weil seine Schüttfrequenz einfach nicht ausreichend war.
Der ungeplante Zwischenstopp hatte sich gelohnt - inkl. der Rache für Wembley! Nach dem Spiel ging es endgültig in Richtung Heimat. Während der Fahrt gab es noch eine kurze Rast, in der die übriggebliebenen Reste der Frühstücksversorgung vom Vortag vertilgt wurden.
Wieder in Wechselburg angekommen kann man rückblickend feststellen, es war wieder eine schöne Ausfahrt, die all denen, die dabei gewesen sind, in guter Erinnerung bleiben wird. Der Dank gilt hier vor allem Günter Winkler, der die Reise wieder super vorbereitet und organisiert hat.
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Bilder vom 1. Tag:
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Bilder vom 2. Tag:
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